Sonntag, 3. November 2013

[Rezept] Mein Lieblingsgericht...Nudeln mit Tomatensoße

Nach langer Zeit habe ich für euch wieder was zum Nachkochen vorbereitet. Zum Kochen sollte man sich in der Regel Zeit nehmen, denn viele Gewürze entfalten sich erst nach einiger Zeit, meist schmeckt es am Folgetag am Besten. Dieses Gericht allerdings muss ich wirklich zugeben, ist mein kleiner "Notnagel", wenn es doch mal etwas schneller gehen soll. Wobei es besser schmeckt, wenn man mehr Zeit hat. ;o)
Jedes Kind kennt Nudeln mit Tomatensoße, viele lieben es und so hat sich auch überall eine bestimmte Richtung eingeschlichen, wie man es zubereiten kann. Die Tomatensoße kann man recht süß gestalten, aber auch leicht säuerliche Rezepte sind zufinden. Ganz nach Vorlieben und Geschmäcker von jedem einzelnen. Ich koche es ab und zu auch immer etwas anders, aber bestimmte Grundzutaten gehören einfach dazu.


Meine Zutaten:
Nudeln, am liebsten Spaghetti (doch ich hatte gerade keine da)
eine Zwiebel (normalerweise weiße, doch rote haben einen "süßeren", lieblicheren Geschmack)
Werder Tomatenketchup
Tomatenmark
etwas Zucker
Gemüsebrühe (instant)
etwas Mehl
Salz für das Nudelwasser
Jagdwurst/Schinkenwurst

Wenn ich mehr Zeit habe fange ich in der Regel mit der Soße an, warum? Da hat sie noch länger Zeit zum ziehen. ;o) Wenn die Zeit knapp ist setze ich zuerst das Nudelwasser an. Aber wir gehen mal von der Variante aus, wo ihr Zeit habt.


Zuerst schneide ich mir die Zwiebel und die Jagdtwurst oder auch Schinkenwurst in kleine Würfel. Je nach belieben kann die Größe variieren. Die Zwiebeln habe ich immer sehr gerne ganz klein, da ich sie eigentlich nicht mag.. Aber sie runden den Geschmack ab, wenn sie nicht dran sind, dann fehlt irgendwie was. Wenn das vorbereitet ist, nehme ich mir eine Pfanne und erhitze etwas Bratenfett darin. Heiß genug ist es, wenn kleine Bläschen zu sehen sind, bei öl einfach einen kleinen Tropfen Wasser reingeben und dann kommen auch Bläschen. 



Dann könnt ihr die Wurstwürfel reingeben und so lange anbraten bis eine gewünschte Bräunung erreicht ist. Kurz vorher mache ich die Zwiebelwürfel mit dazu und lasse es bei mittlerer Hitze noch ein wenig zusammen schmoren. In der Zwischenzeit bereite ich schon mal den Nudeltopf vor. Suche mir eine passende Größe und fülle ihn mit warmen oder auch heißem Wasser (z.B.Wasserkocher). So fängt das Wasser schneller an zu kochen und ich muss nicht so lange das Wasser im Topf erhitzen. Erst wenn das Wasser kocht kommt eine ordentliche Portion Salz rein. Wenn ihr nämlich das Salz schon am Anfang rein macht, erhöht ihr den Siedepunkt des Wassers und müsst länger warten bis es kocht. Da das Wasser noch einen Moment braucht kümmere ich mich wieder um meine Soße. Wenn mir alles braun genug ist gebe ich etwas Zucker auf den Inhalt der Pfanne und etwas Instant Gemüsebrühe, rühre so nochmal alles um.
Wer eine Mehlschwitze ohne Klümpchen kann, könnte hier eine kleine machen. Wer es nicht kann muss das Mehl etwas später dazu geben oder kann auch etwas Mehl mit Wasser mischen, solange bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Da bei mir meistens die Ketchupflasche schon so gut wie leer ist, gebe ich etwas Wasser mit in die Flasche und einen halben bis einen Teelöffel Mehl und schüttel solange bis keine Klümpchen mehr drin sind. Und in dem Fall mache ich auch Tomatenmark direkt mit in die Ketchupflasche. Dann heißt es "Shake it Baby". ;o)
Die einzelnen Mengen gebe ich meistens nach Gefühl dazu, je nachdem wie viel Soße ich brauche. Fakt ist aber je mehr Tomatenmark, desto saurer wird das ganze und je mehr Mehl ihr nehmt, desto dickflüssiger wird die Soße. Ist somit Geschmackssache. Ich hab es aber gerne, dass wenn ich einen Löffel in die Soße stecke und wieder rausnehme, auch was am Löffel bleibt und nicht wieder alles direkt abtroft. (Ich hoffe ihr versteht was ich meine^^)
Jedenfalls kommt der Inhalt der Ketchupflasche dann in die Pfanne und möglichst bevor es angebrannt ist. Dann alles schön durchrühren und nocheinmal aufkochen lassen.


In der Zwischenzeit kocht das Wasser und ich gebe die Nudeln in den Topf, koche sie solange, bis sie den gewünschten Biss haben.


Die Soße blubbert nun vor sich her. Wenn sie aufgekocht hat, könnt ihr gerne den Löffeltest machen und natürlich probieren wie sie ist. Ist sie zu süß, könnt ihr das mit Tomatenmark ausgleichen, zu sauer, dann noch etwas Zucker oder im Notfall wenn es viel zu sauer ist Milch oder Sahne dazu. Hier ist nämlich auch der Ketchup entscheidend. Viele billige Sorten sind nämlich von Anfang an zu sauer, deswegen kommt bei mir nur Werder Ketchup auf den Tisch. ;o)
Wenn euch Geschmack und Konsistenz zufrieden stellen, lasst ihr die Soße noch etwas ziehen, solange bis die Nudeln fertig sind. Wer frischen Basilikum mag sollte ihn erst zum Schluss dazugeben, da er sonst zerkochen könnte. Wenn die Soße für den nächsten Tag gedacht ist, lieber etwas sparsamer rangehen, der Basilikum entfaltet nämlich erst recht spät seinen endgültigen Geschmack. Für die scharfen unter uns kann man noch etwas Pfeffer oder auch Chilli dazu machen. Da ist der persönliche Geschmack gefragt. 


Die Nudeln sind dann auch fertig und werden abgegossen. Ein Tipp von einem Koch, nie die Nudeln abschrecken, denn dann geht die Stärke ab und die Soße haftet nicht mehr so gut an den Nudeln. Und es stimmt, zumindest nach meiner Erfahrung. Danach müsst ihr nur noch anrichten und es euch schmecken lassen!




Wie bereitet ihr eure Tomatensoße zu?
Oder seid ihr diejenigen die Bolognese bevorzugen?


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